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 Rede Trinkerkongress

  • 30. Juli 2006
  • 20:13

Redebeitrag zum 1. europäischen Trinkerkongress von Dr. Tim Lehmann, Gastprofessor für Gärungstechnologie an der Berguniversität Weihenstephan:

Werte Schnapsdrosseln, Im-Suff-Gezeugte, Alkoholleichen und Kampftrinker!

Bevor ich meinen Vortrag beginne möchte ich ein kleines Lied anstimmen:

Auferstanden aus Delirien
und der Flasche zugewandt
lasst uns dir zum Suffe dienen
Abstinenzler, seid verbannt.

Offnen Wein gilt es zu trinken
und wir leeren ihn vereint
Denn es muss uns doch gelingen
Dass das Bier schön wie nie
| unsere Lebern eint. |

So:

Kann denn Alkohol Sünde sein?

Ich sage NEIN. Wenn ich an das gute Gefühl denke wie das frische Bier langsam meine Kehle herab rinnt und sich nach und nach das wohlige Besoffensein einstellt, muss ich ihn immer und wieder haben, den Rausch, meine Passion, mein Leben.

Ob Bier, Wein, Schnaps oder auch der gute Allzweckreiniger. Ich mache schon lange keinen Unterschied mehr.

Und auch auf das morgendliche Bier kann und will ich nicht mehr verzichten. Jahrelang habe ich mich in Abstinenz geübt, den Alkohol verteufelt und nach einem Sinn im Leben gesucht.

Meine Damen und Herren, ich habe ihn gefunden!

Waren die Abstürze noch so tief, der Hirntot schon so nah: Ich bereue kein Glas, keine Flasche. C zwei, H fünf, O H. Der Code zur Glückseeligkeit.

Ich kämpfe für die 2-Promille-Grenze, vergorene Muttermilch und die Einspeisung von Whisky in die Frischwasserversorgung. Ich weiß, bei mir sind Hopfen und Malz vergoren.

Nun lasst mich auch zum Ende kommen. Mein letzter Wille: Schließt es mir an die Venen an. Ein Hoch auf den Rausch!

Zum Wohl!

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