In Berlin tritt heute, nach Einführung der Feinstaubplakette im Januar, die nächste Umweltmaßnahme in Kraft: Der Betrieb von U-Bahn, Tram und Bussen wird kurzerhand eingestellt. Ab Montag schellt dann auch das letzte Stündlein des Eisenbahnverkehrs.
Als Serviceleistung für die Bürger wird im Laufe des Tages ein weitverzweigter, gebührenfreier Autoparkplatz eingerichtet. Innensenator Körting empfiehlt zudem allen Autofahrern, auf den Drahtesel umzusteigen. Wer Fahrrad fährt, lebt schließlich gesünder.
Liebe Freunde!
Ich bin jetzt seit gestern Abend ununterbrochen wach und hab mir gedacht: Schreib mal wieder was.
24 Stunden wach, die Frisur sitzt.
Das Jahr ist jetzt ziemlich genau zwei Wochen jung und in 20 Tagen gibts schon wieder den nächsten Anlass zum gesellschaftlich anerkannten Vollrausch. Ostern fällt in diesem Jahr auf seinen zweitfrühstmöglichen Termin überhaupt, den 23. März, was uns gleichzeitig einen Himmelsfahrtstag am 1. Mai (!) beschert. So führt uns die diesjährige Herrentags-Radpartie aus gegebenem Anlass ins beschauliche Berlin-Friedrichshain.
Am kommenden Sonnabend werde ich mit meinem ergrauten Vater (wird dieses Jahr 50!) das Freundschaftsspiel zwischen dem FC Schalke 04 und dem 1. FC Magdeburg besuchen. Das wird sicher spannend, zumal neben den zigtausend Fußballfans auch noch hunderte Politaktivisten die Landeshauptstadt aufsuchen werden.
Dann haben wir ein Superwahljahr vor uns: Bürgermeisterwahlen in Sachsen-Anhalt; der aus der CDU rausgemobbte Langzeit-Quimby Hans-Jürgen Haase wird wahrscheinlich trotz großer Beliebtheit nicht ein weiteres Mal im Markt 1 Quartier beziehen können. Unser tiefschwarzes Kleinstädtchen wird den Küchengeräte-Verkäufer Czarnetta schon ins Amt hieven. In Hessen, Niedersachsen, Hamburg und Bayern wird ebenfalls gewählt und auch dort werden wieder erstaunlich viele Atheisten christ-demokratisch wählen. Auch der große Bär im Osten wird einen neuen Präsidenten wählen bestätigen. Bei Uncle Sam ist noch alles offen. Aber eins steht fest: Schlimmer wirds nicht.
So viel fürs Erste.
Nachtrag: (05.03.2008)
Haase darf nach 18 Jahren nochmal die Landschaften erblühen lassen. Wilhelm Hellge wird ihm dabei die Ohren langziehen.
In der Russerei regiert jetzt promt der Gazmann.
Wie an jedem ordentlichen Computerarbeitsplatz befindet sich auch unter meinem Schreibtisch und in seiner Umgebung ein gesunder Kabelsalat. Ich hab selbigen jetzt mal entwirrt. Was dabei herauskam seht ihr hier:
Insgesamt acht USB-Kabel, sechs AV-Kabel und fünf Adapter-Stecker von Tastatur und Maus für die ich zurzeit keine Verwendung mehr habe, konnten aus dem Gewirr befreit werden.
Der lustigste Bodenfund war ein Gender Changer (Geschlechtsumwandler) mit dem man zwei weibliche (pin-aufnehmende) RS-232-Enden verbinden kann.
Wer sich in seinem Körper unwohl fühlt, kann jetzt immer zu mir kommen. Sollte die Umwandlung nicht klappen – es sind genug Kabel zum Aufhängen da.
Und hier die restlichen fünf Motive:
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